Without Colors - by [black-wickelschen.myblog.de]

Wenn ich langeweile hab schreib ich manchmal Geschichten oder auch Gedichten...die meisten in so ein hübsches kleines Büchlein aber manche werde ich abtippen und dann hier veröffentlichen ...also viel Spaß !!

 

 

 

Schwarz

Es ist ein schöner Tag im Oktober. Sie blickt aus dem Fenster. Es ist ein schön draußen, die Sonne scheint und es ist nicht allzu kalt. Menschen gehen ihrer Arbeit nach, gehen die Straße entlang oder sitzen im Cafe und unterhalten sich. Für alle ist heute ein ganz normaler Tag, nur für sie nicht, für sie gab es schon lange keine normalen Tage mehr. Sie ist traurig, sie fühlt sich leer und verlassen, doch niemand scheint es zu bemerken. Sie schaut wieder aus dem Fenster und sieht zwei Kinder miteinander spielen und lachen. „Lachen“, denkt sie. Wann hatte sie das letzte Mal wirklich gelacht? Richtig ehrlich, nicht dieses unechte, falsche Lachen das sie seit einiger Zeit lacht. Sie kann sich nicht erinnern. Ihr Blick schweift vom Fenster ab und sie blickt in ihr Zimmer, auch hier hatte sich einiges geändert. Ihr Zimmer war früher einmal hell und freundlich, jetzt ist es schwarz und dunkel lila gestrichen, überall stehen Kerzen und Teelichter, alles ist schwarz dekoriert und selbst die Bettwäsche ist komplett schwarz. Freunde und Familie waren am Anfang zwar schockiert haben sich aber daran gewöhnt, sie wissen ja nicht das ihr Herz und ihre Seele genau so schwarz sind wie ihr Zimmer, ihre Kleidung und ihr Haar, denn sie sehen immer nur ihre fröhliche Fassade und nicht die traurige, hilflose Person die sie eigentlich ist. Es ist noch keinem aufgefallen, sie hat eine so hohe Mauer um sich gezogen und lässt niemanden an sich heran, aus Angst ein zweites Mal so sehr verletzt zu werden, ein zweites Mal diesen Schmerz zu spüren, dieses Gefühl als ob man innerlich zerreist. Bei dem Gedanken daran wird sie wieder traurig, sie ist den Tränen nahe, doch weinen kann sie nicht, denn das wäre eine Emotion und so etwas hat sie schon lange nicht mehr. Jegliche Emotionen sind mit dem letzen bisschen Farbe aus ihrem Leben verschwunden.

Sie setzt sich auf ihr Bett dreht die Musik ein wenig lauter, nimmt sich ihren Zeichenblock und einen Bleistift und beginnt zu zeichnen, was ist ihr egal, sie zeichnet einfach irgendwas, das ist ihre Art ihre Gefühle auszudrücken. Sie hat eine ganze Wand in ihrem Zimmer voll Emo-Bilder wie ihre Freunde abwertend dazu sagen, doch ihr gefallen diese Bilder, denn sie drücken die Gefühle aus, die sie nicht aussprechen kann.

Plötzlich klopft es und ihre Mutter tritt ins Zimmer, sofort setzt sie ein Lächeln auf und dreht die Musik ein wenig leiser. Ihre Mutter tritt ein und legt die frische Wäsche in den Kleiderschrank, lächelt sie noch einmal an und geht dann wieder aus dem Zimmer. Ihre Miene wird genauso schnell wieder ausdruckslos wie zuvor das Lächeln darauf erschienen war und sie widmet sich wieder ihrer Zeichnung. Sie denkt nach, an eine längst vergangene Zeit, eine Zeit in der sie glücklich war. Ihre Gedanken schweifen ab und sie sieht jemanden vor sich, einen Jungen, er trägt eine schwarze Jacke, eine Jeans und Chucks, seine Harre sind relativ lang und schwarz. Er steht einfach nur da und lächelt. Sie beginnt zu weinen, er kommt auf sie zu und nimmt sie in den Arm um sie zu trösten, es scheint zu helfen, denn sie hört auf zu weinen. Vorsichtig hebt sie den Blick und schaut ihm in die Augen, er lächelt und haucht ihr ein zärtliches: „Ich liebe dich“, entgegen. Schon wieder ist sie den Tränen nahe, doch grade als sie antworten will: „Ich liebe dich auch“, klopft es an der Tür und sie erwacht aus ihrem Tagtraum. Sie schüttelt sich kurz und ruft dann ein fröhliches: „Herein!“, zur Tür. Die Tür geht auf und ihre Schwester steht in der Tür.

„Essen ist fertig.“

„Hab’ keinen Hunger.“

„OK!“

Und dann ist die Tür auch schon wieder zu. Niemanden erstaunt es mittlerweile, dass sie fast nichts mehr isst, denn das tut sie schon seit einem Jahr nicht, seit einem Jahr ist nämlich alles anders. Vor einem Jahr war sie gerade glücklich seit 6 Monaten mit ihrem Freund zusammen, ihrer ersten großen Liebe, doch dann war etwas passiert, etwas ,dass alles veränderte. Sie waren mal wieder nachts spazieren gegangen, als sie an ein paar Jugendlichen vorbei gekommen waren, die sich uns in den Weg stellten. Er war auf sie zugegangen und hatte sie angeschrieen und daraufhin sind sie mit Messern auf ihn los. Kurze Zeit später hatte er am Boden gelegen, sie war unter Tränen hingerannt um ihm zu helfen, doch es war zu spät, aber bevor er gestorben war, hatte er noch einmal er noch einmal ihre Hand genommen und gesagt: „Ich…ich liebe dich.“

Er war damals auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Sie hatte oft überlegt sich auch das Leben zu nehmen, aber sie hatte nie den Mut gehabt es wirklich zu tun.

Alle dachten sie wäre darüber hinweg, doch das ist sie nicht, das wird sie nie sein, denn sie wird ihn für immer lieben, bis zum Tod.


bla

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